Bunte Bentheimer
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Bunte Bentheimer in Duxen

Willkommen auf der Homepage von Sören und Arne Kopp, die als Hobbyzüchter der vom Aussterben bedrohten Hausschweine "Bunte Bentheimer" einen kleinen Beitrag zum Erhalt dieser alten Rasse leisten wollen. Wir werden dabei tatkräftig unterstützt von Sörens Oma, Dorothea Kopp-Kastirr, die ebenfalls ihre wahre Freude an diesen einst sehr populären Hausschweinen hat! Wir sind eingetragenes Mitglied im "Verein zur Erhaltung des Bunten Bentheimer Schweines e.V." und züchten im Herdbuch.

Mit viel Liebe, Fleiß und bestem Futter halten wir momentan eine schöne Zuchtsau der K-Linie,  eine Jungsau der A-Linie und eine Jungsau der B-Linie in unseren Freiläufen und Stallungen im niedersächsischen Düdinghausen im Flecken Steyerberg (Ldkr. Nienburg/Weser).
Auf diesen Webseiten gibt es viel zu entdecken, Sie sind nun herzlich eingeladen, sich in aller Ruhe umzuschauen.
Unsere Bunte-Bentheimer und wir natürlich auch  freuen sich auf Ihren Besuch!

Übrigens: Wir haben den Bereich "Impressionen & Fotos" erneuert und aktuelle Fotos eingestellt.

Homepage Stand: 07.08.2010


Bunte Bentheimer Schweine
Bunte Bentheimer der A-Linie

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       Am 19.06.2010 hat unsere Zuchtsau Kailey elf schöne Ferkel geboren, 5 Sauferkel und 6 Eberferkel.


ei Interesse an der Übernahme von Ferkeln bitte das Kontaktformular (siehe "Kontakt") nutzen oder einfach telefonisch melden.



Das Bunte Bentheimer Schwein

Das Bunte Bentheimer Schwein ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts bekannt. Seine Blütezeit erlebte das stressresistente Schwein Mitte der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts. Damals standen die ausgesprochene Anspruchslosigkeit der Tiere und deren sehr guten Muttereigenschaften im Vordergrund. Manche Sauen brachten es auf die hohe Zahl von bis zu 17 Geburten, bei durchschnittlich 2,2 Würfen pro Jahr mit ca. 22 bis 24 Ferkeln.

Die positiven Eigenschaften haben sich bis heute erhalten. Trotzdem brachte der gegenüber anderen Schweinerassen erhöhte Fettanteil durch eine dicke Rückenschwarte den Tieren beinahe das Aus. Etwa seit den 60er Jahren bis Mitte der 80er Jahre hielt nur noch ein einziger Züchter an der Zucht seiner Schweine fest.

Der Verein zur Erhaltung des Bunten Bentheimer Schweines e.V. in 48531 Nordhorn wurde eigens für die Erhaltung der alten Landrasse wegen ihrer kulturhistorischen Bedeutung, als Genreserve und wegen der Anspruchslosigkeit der Tiere gegründet.


Rassebeschreibung

Kennzeichen:

Das Bunte Bentheimer Schwein ist ein mittelgroßes Schwein mit Schlappohren (Landschweintyp), der Körper ist langgestreckt und rahmig mit kurzem Becken. Unregelmäßig schwarze Flecken zieren die weiße bis hellgraue Haut.

Eigenschaften und Zuchtziel:

  • Hohe Fruchtbarkeit,
  • lange Nutzungsdauer,
  • streßstabil und robust,
  • genügsam in der Haltung,
  • exzellente Fleischqualität.

Zuchtgeschichte:

1950 bis 1964 – Herdbuchmäßig erfaßt im Zuchtverband des Bentheimer Schweines.

1988 – Erneute Herdbuchaufnahme

Seit 1990 – Züchterisch vom Schweinezuchtverband Weser- Ems e.G. betreut.

Seit 01. Januar 2003 – Von der Niedersächsischen Erzeugergemeinschaft für Zuchtschweine e.G. (NEZ) mit Sitz in Oldenburg betreut.

Seit 2003 – Bundesweite Herdbuchführung über die Mitgliedschaft im Verein zur Erhaltung des Bunten Bentheimer Schweines e.V.

Leistungsangaben:

Schulterhöhe
Eber – 75 cm
Sau – 70 cm

Gewicht
Eber – 250 kg
Sau – 180 kg

Geschichte der Bunten Bentheimer

Die Anfänge

Die Geschichte der Bunten Bentheimer Schweine beginnt Mitte des 19. Jahrhunderts. Damals waren in Deutschland die Bäuerinnen für die Schweinehaltung auf den Höfen verantwortlich. Neben den vorherrschenden weißen Landschweinrassen war bei ihnen die Haltung bunter und gescheckter Rassen beliebt. Das Bunte Bentheimer Schwein war eine fruchtbare, genügsame, stressresistente und anspruchslose Schweinerasse mit guten Muttereigenschaften. Die Ferkel ließen sich aufgrund der guten Fleischqualität – und nicht zuletzt auch wegen der Scheckung – auf den Märkten gut absetzen.


Ursprungsrassen

In Norddeutschland war man zu dieser Zeit mit den Leistungen der derzeitigen Hausschweine offensichtlich nicht mehr zufrieden und begann, schon um ca. 1840, in das sogenannte Marschschwein, eine Variante des europäischen Landschweins, Schläge einzukreuzen. Darunter waren Berkshire-Eber und Cromwells aus England. Die beiden heutigen niedersächsischen Landkreise Bentheim und Cloppenburg sowie das westfälische Wettringen können dabei als Ursprungsorte angesehen werden. Es wurden jeweils die aus o. g. Kreuzungen fallenden bunten Ferkel mit Schlappohren zur Zucht weiterbenutzt. Ganz vereinzelt tauchen bei Würfen auch Ferkel mit gelb-rötlicher Farbe auf, die mit schwarzen Flecken durchsetzt sind. Eine genaue Erklärung hat man bis heute dafür nicht gefunden. Man vermutet, daß zeitweilige Einkreuzungen von Tamworth- Schweinen oder ungewollte Deckungen durch Wildschwein-Eber dafür verantwortlich sind.


Die Blütezeit

In den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts lagen die Hochzeiten der Bunten Bentheimer Schweine. Als einfach und billig zu haltende sowie überaus fruchtbare Tiere lieferten sie ein Fleisch von exzellenter Qualität, das nach den schweren Kriegszeiten natürlich sehr gefragt war. Die Rasse wurde in einem bundesweiten Herdbuch offiziell geführt.


Fast wären sie ausgestorben...

Mit dem Aufkommen des Wirtschaftswunders in Deutschland änderten sich die Verbrauchergewohnheiten. Fettarmes Fleisch war nun gefragt, das die Bunten Bentheimer auf Grund des "ungünstigen" Fleisch-Fett-Verhältnisses (gegenüber dem Anteil in heutigem Schweinefleisch) nicht liefern konnten. Auch die Schweinezucht änderte sich – wenige "Wirtschaftsrassen" nahmen den Platz früherer, regional angepasster Rassen ein. Das Herdbuch wurde aufgelöst und die Zahl der Züchter des Bunten Bentheimer Schweines ging drastisch zurück. Nur der Züchter Gerhard Schulte-Bernd aus Isterberg in der Grafschaft Bentheim hielt an der Haltung der Swatbunten fest und bemühte sich über Jahre hinweg, Behörden und Landwirte von einer koordinierten Weiterzucht und Vermarktung zu überzeugen. In den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts hielt er allein praktisch den gesamten, noch vorhandenen Bestand des Bunten Bentheimer Schweines. Bei nur noch rund 100 Zuchttieren deutschlandweit war diese Rasse hochgradig vom Aussterben bedroht. Die Hart- näckigkeit von Schulte-Bernd, die Rückkehr zur Stärkung regionaler Kultur und damit auch Tierhal- tung – nicht zuletzt zum Erhalt wichtiger genetischer Ressourcen – führen nun zu einer neuen Blüte dieser wunderbaren Haustierrasse.
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